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Modifizierte Vier-Stufen-Methode – Schritt für Schritt erklärt

  • Autorenbild: ada-lernen.de
    ada-lernen.de
  • 17. Apr. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Dez. 2025

Modifizierte Vier-Stufen-Methode

Die modifizierte Vier-Stufen-Methode – lernendenzentriert und praxisorientiert


Die modifizierte Vier-Stufen-Methode ist eine Weiterentwicklung der klassischen Vier-Stufen-Methode. Im Mittelpunkt steht der Auszubildende als aktiver Lernender. Er wird von Beginn an in den Lernprozess einbezogen und zum Mitdenken, Ausprobieren und Reflektieren angeregt.



Diese Methode eignet sich besonders:


  • für Auszubildende mit Vorkenntnissen,


  • zur Vertiefung bereits vermittelter Inhalte,


  • sowie für praxisnahe und problemorientierte Unterweisungen.


Auch in der AEVO-Prüfung wird sie als modernes, kompetenzorientiertes Ausbildungskonzept positiv bewertet.



Die vier Stufen der modifizierten Vier-Stufen-Methode:


Stufe 1: Einstieg und Aktivierung


Ziel: Aufmerksamkeit wecken und vorhandenes Wissen aktivieren. Zu Beginn schafft der Ausbilder eine lernförderliche Situation, indem er den Auszubildenden aktiv anspricht und zum Nachdenken anregt. Statt Inhalte vorzugeben, werden Impulse gesetzt. Mögliche Methoden:


  • Offene Fragen


  • Kurze Problemsituationen aus dem Arbeitsalltag


  • Zeigen eines Werkzeugs, Bauteils oder Arbeitsmittels


Beispiele:


  • „Wofür könnte man dieses Werkzeug verwenden?“


  • „Wie würdest du an diese Aufgabe herangehen?“


Didaktischer Nutzen: Der Auszubildende wird mental aktiviert und fühlt sich ernst genommen.



Stufe 2: Erste Ideen entwickeln und ausprobieren


Ziel: Frühzeitige Aktivierung und eigenständiges Denken fördern. In dieser Phase darf der Auszubildende:


  • Vermutungen äußern


  • Lösungswege vorschlagen


  • erste Handlungsschritte selbst ausprobieren


Der Ausbilder hält sich bewusst zurück und beobachtet.


Lernprinzip: Hier steht das entdeckende Lernen im Vordergrund. Fehler sind erlaubt und werden als Lernchance genutzt.



Stufe 3: Gemeinsames Erarbeiten und Erklären


Ziel: Wissen strukturieren und Verständnis sichern. Nun ergänzt der Ausbilder die bisherigen Erkenntnisse:


  • gibt gezieltes Feedback


  • erklärt fachliche Zusammenhänge


  • korrigiert Fehlannahmen


  • ergänzt fehlende Inhalte


Das Wissen wird gemeinsam geordnet, vertieft und auf einen fachlich korrekten Stand gebracht.

Ergebnis: Der Auszubildende versteht nicht nur wie, sondern auch warum etwas so ausgeführt wird.



Stufe 4: Selbstständiges Üben und Festigen


Ziel: Handlungssicherheit und Kompetenz aufbauen. In der letzten Stufe führt der Auszubildende die Aufgabe eigenständig aus, ohne Unterstützung. Schwerpunkte:


  • Wiederholung und Festigung


  • Aufbau von Routine


  • Stärkung des Selbstvertrauens


  • Abschließendes Feedback durch den Ausbilder


Durch eigenständiges Üben wird das Gelernte nachhaltig verankert.



Vorteile der modifizierten Vier-Stufen-Methode


  • Hohe Lernmotivation durch aktive Beteiligung


  • Förderung von Eigenverantwortung


  • Nachhaltiger Lernerfolg


  • Besonders geeignet für fortgeschrittene Auszubildende


  • Modernes, kompetenzorientiertes Ausbildungskonzept



Fazit


Die modifizierte Vier-Stufen-Methode fördert aktives Mitdenken, Eigeninitiative und nachhaltiges Lernen. Sie eignet sich ideal für Ausbilder, die Auszubildende nicht nur anleiten, sondern aktiv in den Lernprozess einbinden möchten. Auch für die AEVO-Prüfung stellt sie ein überzeugendes und zeitgemäßes didaktisches Konzept dar.



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